Keramik oder Glas: Welches Material ist wirklich gesünder beim Kochen

Keramik und Glas klingen beide harmlos, fast altmodisch – aber beim Kochen kann die Wahl des Materials einen echten Unterschied machen. Haben Sie sich jemals gefragt, ob das hübsche Auflaufförmchen aus Glas oder die neue Keramikpfanne „gesünder“ ist? Ich koche seit Jahren, probiere Teller, Formen und Pfannen aus und habe ein paar klare Antworten sowie praktische Tipps gesammelt.

Worum es wirklich geht: Chemie, Hitze und Haltbarkeit

Zwei zentrale Punkte entscheiden über die Gesundheit: 1) Was kann ins Essen übergehen (Auslaugung), 2) wie verhält sich das Material bei Hitze (Zerbrechen, Absplittern, Degradation). Dabei sind „Keramik“ und „Glas“ keine einheitlichen Begriffe.

Keramik: Was Sie wissen müssen

„Keramik“ umfasst gebrannte Tone mit Glasuren, aber auch keramische Antihaftbeschichtungen auf Metall. Das macht die Bewertung komplizierter.

  • Traditionelle, unbearbeitete Keramik (z. B. Gratinschalen) ist inert, wenn die Glasur frei von Blei und Cadmium ist. Achten Sie auf Hinweise wie „bleifrei“ oder LFGB-Zertifikat.
  • Keramik-Antihaftbeschichtungen (Marketing: „100% keramisch“) können Unterschiede in Qualität zeigen. Billige Schichten nutzen oft ein verklebtes Bindemittel, das bei Hitze schneller abbaut.
  • Abgesprungene Glasuren oder stark zerkratzte Beschichtungen dürfen nicht weiterverwendet werden — da können Partikel oder Schwermetalle ins Essen gelangen.

Glas: Der einfache, meistens sichere Klassiker

Borosilikatglas (Marke: Schott/Duran) ist besonders hitzebeständig und inert — es gibt praktisch nichts in die Nahrung ab. Glas ist deshalb in Laboren und Backöfen beliebt. Schwierig wird es bei Temperatursprüngen: Ein Glasform auf heißen Herd setzen kann brechen.

Vergleich: Gesundheitliche Vor- und Nachteile

  • Auslaugung: Glas (vor allem Borosilikat) gewinnt. Hochwertige Keramik mit zertifizierter Glasur ist aber ebenfalls sicher.
  • Antihaftverhalten: Keramikbeschichtete Pfannen bieten Low-Fat-Kochen ohne PTFE (Teflon), vorausgesetzt die Beschichtung ist hochwertig und unbeschädigt.
  • Haltbarkeit: Gebrannte Keramik kann Jahrzehnte halten, ist aber stoßanfälliger. Glas ist kratzfest, aber schlägt bei Sturz leichter kaputt.
  • Temperaturtoleranz: Glas ist perfekt für Ofen und Mikrowelle; keramische Pfannen oft nicht für direkte Flamme geeignet (Ausnahme: spezielle Keramik-Kochgeschirre von Marken wie Silit oder Fissler).

Praktische Empfehlungen — was Sie kaufen und wie Sie es nutzen

Ein paar handfeste Regeln, die ich in meiner Küche befolge und die wirklich helfen:

  1. Prüfen Sie Zertifikate: LFGB, TÜV, oder Hinweise „Blei- und Cadmiumfrei“. Bei Glas: „Borosilicate“ oder Markenhinweis (Schott/Duran) ist ein Plus.
  2. Keramikpfannen: Kaufen Sie renommierte Marken (z. B. WMF, Fissler, Silit). Nutzen Sie Holz- oder Silikonutensilien, vermeiden Sie Metal-Spachtel.
  3. Keine beschädigten Stücke weiterverwenden. Ein Haarriss in Glas oder abgeplatzte Glasur? Weg damit.
  4. Temperatur beachten: Glas aus dem Kühlschrank nicht direkt in den vorgeheizten Ofen stellen, um Thermoschock zu vermeiden.
  5. Wenn Low-Fat-Braten wichtig ist: Gute keramische Antihaftbeschichtung ist eine sinnvolle Alternative zu PTFE, aber nur bei qualitativ hochwertiger Verarbeitung.

Ein konkretes Beispiel aus meiner Küche

Ich backe Lasagne in einer Schott-Borosilikatform — das Ergebnis wird gleichmäßig und die Form bleibt klar. Für Pfannengerichte greife ich zu einer keramisch beschichteten Pfanne von Silit: wenig Öl, gutes Bratbild, keine Ablösung nach zwei Jahren. Das ist kein Testlabor-Resultat, sondern tägliche Praxis.

Fazit

Glas (insbesondere Borosilikat) ist im Allgemeinen die sicherste, neutralste Wahl fürs Backen und Aufbewahren. Keramik ist nicht per se schlechter — vor allem, wenn es sich um hochwertige, zertifizierte Produkte handelt. Entscheidend sind Qualität, Zustand und Gebrauch. Kaufen Sie bei vertrauenswürdigen Herstellern, prüfen Sie Zertifikate und behandeln Sie Ihr Kochgeschirr pfleglich.

Welches Material nutzen Sie am liebsten beim Kochen — und haben Sie schon Erfahrungen mit abgeplatzter Glasur oder gesprungenem Glas gemacht? Teilen Sie Ihre Beobachtungen, das interessiert mich wirklich.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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