Ich koche seit über 20 Jahren – Profi- und Zuhauseküche, billige Pfannen von Aldi und schwere Brocken von Lodge. Trotzdem streiten sich in meiner Küche zwei Kandidaten: die alte Gusseisenpfanne und die moderne beschichtete Pfanne. Welche sollten Sie kaufen? Die Antwort ist weniger schwarz-weiß, als viele Tests behaupten.
Kurzer Vergleich: Fundamentale Unterschiede
- Gusseisen: massig, speichert Hitze exzellent, langlebig — kann ein Leben überdauern.
- Moderne Beschichtung: (PTFE/Teflon, Keramik) leicht, antihaft, ideal für wenig Fett und schnellen Cleanup.
Wann Gusseisen die klare Wahl ist
Wenn Sie Steak bei hoher Temperatur braten, Braten ansetzen oder Ofengerichte machen wollen, ist Gusseisen kaum zu schlagen. Die Pfanne hält Hitze und liefert diese gleichmäßig — das Ergebnis sind schöne Krusten und gleichmäßiges Garen.
- Super für: Steaks, Braten, Pfannkuchen (bei geübter Technik), Schmorgerichte im Ofen.
- Vorteile: extrem robust, kann neu eingebrannt werden, gibt bei sauren Speisen etwas Eisen ab (für manche ein Plus).
- Nachteile: schwer, braucht Pflege (Einbrennen, trocken halten), reagiert ohne Emaille mit Säure.

Wann beschichtete Pfannen besser passen
Sie kochen jeden Morgen Eier, Pfannkuchen oder Kindergerichte und möchten schnellen Abwasch? Dann punktet die beschichtete Pfanne. Moderne Keramik- und PTFE-Beschichtungen sind deutlich belastbarer als früher und ideal für fettarmes Braten.
- Super für: Eier, feine Fischfilets, Gemüse, low-fat Kochen.
- Vorteile: leichter, Antihaftwirkung, einfache Reinigung, niedriger Aufwand.
- Nachteile: Beschichtung kann zerkratzen, hält nicht ewig — Ersatz alle paar Jahre möglich.
Gesundheit und Sicherheit — was Sie wissen sollten
Ältere Sorgen um PFOA sind weitgehend historisch; namhafte Hersteller haben das Zeug aus ihren Produkten entfernt. PTFE ist stabil bei normalen Küchenbedingungen, wird aber bei sehr hohen Temperaturen (über ~260 °C) problematisch. Keramikbeschichtungen sind hitzefester, können aber schneller an Antihaft verlieren.
Pflege-Tipps, die wirklich funktionieren
- Gusseisen: nach dem Gebrauch abwischen, nur minimal mit Wasser, sofort abtrocknen und dünn einölen. Regelmäßig einbrennen (Öl bei 180–200 °C).
- Beschichtet: keine Stahlwolle, keine scharfen Scheuermittel. Holz- oder Silikonutensilien verwenden.
- Allgemein: Herdzonen gut nutzen — keine leeren Pfannen auf vollen Flammen erhitzen.
Praktische Kaufstrategie
Sie müssen nicht „alles oder nichts“ wählen. Meine Empfehlung nach jahrelangem Testen:

- Für Alltag und schnellen Komfort: eine gute beschichtete 24–28 cm Pfanne (Marken: GreenPan, WMF haben brauchbare Modelle).
- Für scharfes Anbraten und Langzeitnutzer: eine schwere Gusseisenpfanne (Lodge, Gräwe oder Skeppshult). Wer’s schick mag: emailliertes Gusseisen von Le Creuset.
- Budget-Hack: kaufen Sie beides — nutzen Sie Gusseisen für Hitze, Beschichtetes für empfindliches Essen.
Umwelt und Kosten
Eine Gusseisenpfanne ist zwar teurer und schwer, amortisiert sich aber über Jahrzehnte. Beschichtete Pfannen sind günstiger, müssen aber häufiger ersetzt werden — das summiert sich. Für Nachhaltigkeitsbewusste ist Reparatur- und Pflegefähigkeit ein entscheidender Punkt.
Mein persönliches Fazit
Ich habe gelernt, mich nicht auf Tests mit nur einer Kochaufgabe zu verlassen. In meiner Küche gewinnen beide — die Gusseisenpfanne für anspruchsvolles Braten und als Erbstück, die beschichtete Pfanne für den Alltag. Entscheidend ist, was Sie kochen und wie viel Pflege Sie investieren wollen.
Welche Pfanne nutzen Sie am häufigsten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren — und wenn Sie mögen, speichern Sie den Artikel für die nächste Pfannendiskussion mit Freunden.









