Kompost im kleinen Garten: Diese Methode braucht kaum Platz

Sie haben nur einen Balkon, eine kleine Terrasse oder einen Schrebergarten mit wenig Platz — und trotzdem möchten Sie Küchenabfälle sinnvoll verwerten? Es geht einfacher, als viele denken. Mit der richtigen Methode produzieren Sie in einer Schachtel oder einem Eimer wertvollen Humus und flüssigen Dünger, ohne den halben Hof umzubauen.

Die Methode: Wurmkomposter für Balkon und Kleingarten

Mein Favorit für beengte Verhältnisse ist der Wurmkomposter (Vermikompost). Er braucht kaum Stellfläche, arbeitet geräuschlos und riecht korrekt gepflegt nicht. Sie stellen eine Kiste in den Keller, auf den Balkon oder in die Laube — und die Würmer erledigen den Rest.

Warum Wurmkompost?

  • Platzsparend: 20–40 Liter reichen für einen Haushalt aus.
  • Effizient: Küchenabfälle werden schnell zu nährstoffreichem Kompost.
  • Zusatznutzen: „Wurmtee“ — flüssiger Dünger aus dem Abfluss — ist ein toller Booster für Kübelpflanzen.

So starten Sie in fünf Schritten

Ich empfehle, pragmatisch zu beginnen. So geht’s:

  1. Wählen Sie eine geeignete Kiste: luftdurchlässig, mit Ablauflöchern. Alternativ gibt es fertige Sets von OBI, Bauhaus oder spezialisierten Anbietern.
  2. Bereiten Sie eine Einstreu vor: feuchtes Zeitungspapier, Kokosfasern oder trockenes Laub. Schichten Sie 10–15 cm.
  3. Setzen Sie die Würmer ein: Rotwürmer (Eisenia fetida) sind robust. Für den Anfang reichen 500–1.000 Würmer für einen kleinen Haushalt.
  4. Füttern Sie regelmäßig, aber nicht übermäßig: kleine Portionen Küchenabfälle, am besten zerkleinert und gelegentlich mit braunem Material (Eierschalen, trockenes Laub).
  5. Ernten Sie nach 2–4 Monaten: fertiger Wurmkompost lässt sich absammeln oder durch ein Sieb gewinnen. Den Wurmtee sammeln Sie aus dem Ablauf.

Praktische Tipps aus der Praxis

  • Kein Fleisch, keine Milchprodukte und sehr wenig Zitrus. Sonst zieht es Schädlinge an oder macht die Kiste sauer.
  • Halten Sie die Kiste feucht, nicht nass. Eine ausgedrückte Schwammballen-Konsistenz ist ideal.
  • Bei Geruchsproblemen: zu nass oder zu viel Proteinyoung — mehr Einstreu, Lüftung prüfen.
  • Im Winter: Isolieren Sie die Kiste mit Styropor oder Decke, Keller ist ideal.

Bokashi als Alternative für sehr kleine Räume

Wenn Sie noch weniger Platz haben oder auch gekochte Speisen und Fleisch verwerten wollen, ist Bokashi eine kompakte Ergänzung. Das System arbeitet luftdicht: Küchenreste werden mit einer effektiven Mikrobenkultur (Bokashi-EM) fermentiert. Nach der Fermentation darf die Masse in den Boden eingebracht oder kurz mit Erde nachverrottet werden. Ideal für Stadtwohnungen und Balkonkästen.

Ein realistischer Aufwand

Rechnen Sie mit 5–10 Minuten Arbeit pro Woche: füttern, Feuchtigkeit prüfen, alle paar Monate ernten. Das ist überschaubar — und Sie sind unabhängig von Biomüllabfuhr-Tagen. Für Balkongärtner in Berlin-Kreuzberg oder einer Schrebergartenparzelle in München-Au ist das eine echte Lösung.

Ein kleiner „Wow“-Fakt

Würmer produzieren nicht nur Kompost: Die von ihnen erzeugte Erde ist so gut verfügbar, dass Pflanzen Nährstoffe schneller aufnehmen — das sieht man an kräftigeren Blättern bereits nach einer Saison.

Probieren Sie es aus: Besorgen Sie eine Kiste, ein paar Würmer und starten Sie mit kleinen Portionen Küchenabfall. Wenn Sie Fragen haben oder eigene Erfahrungen teilen wollen — schreiben Sie gern in die Kommentare. Wer hat bereits einen Wurmkomposter auf dem Balkon?

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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