Kochen kann mit Arthrose schnell zur Belastung werden: schmerzende Finger, schwieriges Schneiden, stundenlanges Stehen. Dabei muss es nicht kompliziert sein. Ein einziger, leicht umsetzbarer Trick reduziert die Belastung deutlich und sorgt dafür, dass Sie öfter frische, selbstgekochte Mahlzeiten auf dem Tisch haben.
Der Kerntrick: Gefrorene Vorportionen statt täglichem Schnippeln
Die Idee ist simpel und basiert auf dem Prinzip der Mise en Place: Statt jeden Abend zu schneiden, bereiten Sie einmal pro Woche mehrere Gerichte oder Basiselemente vor, portionieren sie und frieren sie ein. Am Tag des Kochens müssen Sie nur noch alles zusammenwerfen — weniger Messerarbeit, weniger Stehen, weniger Schmerz.
Warum das bei Arthrose so gut funktioniert
- Weniger repetitive Bewegungen: Schneiden und Schälen sind häufige Schmerz‑Trigger.
- Planbar und energieschonend: Ein längeres Vorbereiten an einem guten Tag ist besser als tägliche Mini‑Sessions.
- Sichere Nutzung von Hilfsmitteln: Einmaliges intensives Nutzen von elektrischen Zerkleinerern oder Markengeräten (z. B. IKEA‑Handzerkleinerer, Bosch‑Mini‑Chopper) ist oft einfacher.

So legen Sie in 6 Schritten los
- Planen: Wählen Sie 3–4 Gerichte für die Woche (z. B. Gemüsesuppe, Curry, Ofengemüse, Bolognese).
- Einkauf klug gestalten: Nutzen Sie vorgewaschene/geschnittene Produkte von Rewe, Edeka oder Aldi als Basis.
- Einmal schnippeln, dann frieren: Portionieren Sie Zwiebeln, Paprika, Möhren, Kräuter in Gefrierbeuteln oder wiederverwendbaren Boxen.
- Einzeln verpacken: Legen Sie komplette „Koch‑Päckchen“ an (Gemüse + Gewürze + Brüheportion). Am Tag nur noch in Topf geben.
- Richtige Geräte: Ein kleiner elektrischer Zerkleinerer oder ein stabiler Dosenöffner reduziert die Handschmerzen enorm.
- Beschriften: Datum und Inhalt aufkleben – das spart Rätselraten und Zusatzaufwand.
Beispiele für praktische Vorratsportionen
Einige Kombinationen, die sich besonders gut eignen:
- Suppen‑Pack: Zwiebel, Sellerie, Karotte, Lorbeerblatt, Gemüsebrühwürfel.
- Curry‑Pack: Zwiebel, Paprika, Süßkartoffel, Currypaste, Kokospulver.
- Bolognese‑Pack: Hack‑Ersatz (oder vorgekochtes Hack), passierte Tomaten, gehackte Zwiebel, Kräuter.
Konkrete Alltagstipps
Ein paar Praxistricks aus meiner Erfahrung, die Sie sofort übernehmen können:

- Nutzen Sie kleine Arbeitshilfen: rutschfeste Unterlagen, hohe Arbeitshöhe (z. B. auf einer stabilen Box arbeiten), Einhandzangen.
- Arbeiten Sie sitzend: Ein Hocker in Küchenhöhe schont Gelenke.
- Setzen Sie auf One‑Pot oder Ofengerichte — wenig Rühren, einfache Reinigung.
- Wenn das Klingenproblem besteht: Kaufen Sie vorgeschnittenes Gemüse oder bestellen Sie beim Delikatessenstand im Supermarkt.
Sicherheits‑ und Hygienetipp
Beim Einfrieren ist Hygiene wichtig: Lassen Sie heißes Essen vor dem Einfrieren auf Raumtemperatur kommen, verwenden Sie luftdichte Behälter und verbrauchen Sie selbstgekochte Portionen innerhalb von 2–3 Monaten. Beschriften nicht vergessen.
Fazit
Dieser eine Trick — einwöchige Vorportionierung und Einfrieren — kann den Alltag für Menschen mit Arthrose massiv erleichtern. Sie sparen Zeit, reduzieren Schmerz‑Trigger und kochen trotzdem frisch. Ich selbst habe erlebt, wie ein einfaches „Vorbereiten‑und‑Einfrieren“ den Unterschied macht: weniger Stress, mehr Genuss.
Probieren Sie es eine Woche lang aus. Schreiben Sie unten Ihre Erfahrungen oder Ihren eigenen Trick — andere Leser und ich freuen uns auf praktische Anregungen.









