Dezember ist nicht nur Glühwein und Lichterketten — das ist der Monat, in dem Energie sich zurückzieht und wir unwillkürlich nach Wärme und Sicherheit suchen. Wussten Sie, dass im Feng Shui der Norden als „Winterecke“ gilt und jetzt besonders wichtig ist? Wenn Sie Ihrer Wohnung einen kleinen Energie-Boost geben wollen, reicht oft eine gezielte Aktion in einer Ecke — kein Umbau, kein Hokuspokus.
Warum der Norden jetzt zählt
Im klassischen Bagua steht der Norden für Karriere und Lebensweg. Im europäischen Alltag übersetzt: es geht um Orientierung, Ruhe und Ressourcen in der dunklen Jahreszeit. Im Dezember ist die Qi‑Dynamik reduziert — das Heim braucht klares, unterstützendes Signal, damit Sie nicht in Trägheit versinken.
Praktisch heißt das: aktivieren, nicht überladen. Sie wollen Energie fließen lassen, aber nicht das Gegenteil provozieren.

Konkrete Schritte: So aktivieren Sie die Nord‑Ecke
- Entrümpeln: Entfernen Sie Schuhe, Kartons, alte Rechnungen. Ein klarer Boden — schon das wirkt wie ein Fenster für Energie.
- Licht: Setzen Sie eine warmweiße Stehlampe oder LED‑Stripes ein. Licht im Norden wirkt wie ein Weckruf für das Qi.
- Wassersymbole gezielt: Ein kleines Wasserglas, ein Bild mit Wasser oder eine schlichte Zimmerbrunnen‑Skulptur reichen. Vorsicht: echte Springbrunnen brauchen Pflege und müssen sauber bleiben.
- Farben: Dunkelblau, Navy oder tiefes Grau schaffen Ruhe, kombiniert mit einem hellen Akzent — ein Kissen oder eine Decke funktioniert oft besser als eine große Wandfarbe.
- Spiegel sparsam: Spiegel vergrößern Energie, sollten aber so platziert sein, dass sie nicht direkt auf Betten oder Herd reflektieren.
Was Sie vermeiden sollten
Keine Panik, es geht nicht um Verbote, sondern um Balance. Vermeiden Sie:
- Stapel von Zeitungen oder Kartons — das bindet Qi.
- Zu viele Pflanzen im Norden: lebende Pflanzen sind gut, aber in der dunklen Jahreszeit sollten sie nicht übermächtig sein.
- Grelle Rot‑Akkzente — Rot ist Süd‑Energie; zu viel im Norden reizt das Bild.
Konkretes Beispiel aus der Praxis
Ich habe letztes Jahr in einer Berliner Altbauwohnung in Prenzlauer Berg die Nord‑Ecke unter dem Fenster freigeräumt: ein schlichter Standspiegel (IKEA), eine kleine Tischleuchte (Lindby‑Style), ein gerahmtes Foto vom Tegeler See. Ergebnis: Gäste fühlten sich gleich „orientierter“, und ich hatte morgens mehr Lust, die Tagesplanung anzugehen. Kein Wunder: weniger Durcheinander, mehr Licht, ein Wasserbild als Ruhepunkt.

Schnelle 10‑Minuten‑Rituale für Dezember
- Fenster putzen — Licht kommt leichter rein.
- Schuhe aus dem Flur entfernen, Regal durchwischen.
- Eine Kerze 10 Minuten abbrennen lassen (auf feuerfester Unterlage).
- Ein kleines Wasserbild aufhängen oder aufstellen.
- Handy für 5 Minuten aus dem Raum nehmen — Stille fördert Qi‑Wahrnehmung.
Regionale Tipps — wo kaufen?
Wenn Sie etwas anschaffen möchten: bei IKEA finden Sie einfache Spiegel und Lampen ohne großen Designaufwand; bei Obi oder Bauhaus gibt es praktische Zimmerbrunnen; lokale Concept‑Stores in Ihrer Stadt (in München etwa „Wohnidee“, in Hamburg „Wohnwerk“) bieten handverlesene Textilien. Sparen Sie nicht am Licht — gute Leuchten verändern Raumwahrnehmung sofort.
Mein ehrlicher Rat
Feng Shui ist kein Zauberspruch, sondern ein Set nützlicher Entscheidungen: Licht, Ordnung, Symbolik. Im Dezember reichen kleine, durchdachte Maßnahmen — oft fühlt man den Unterschied sofort. Wenn Sie jetzt eine Ecke aktivieren, legen Sie nicht nur Ihr Zuhause frei, sondern auch Ihre Alltagsenergie.
Probieren Sie es aus: räumen Sie heute die Nord‑Ecke frei und posten Sie ein Foto oder einen Kommentar, wie es sich anfühlt. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen — und ja, ein Vorher‑Nachher macht immer neugierig.









