Stellen Sie sich vor, Sie hängen gerade die Lichterkette auf, der Duft von Glühwein liegt in der Luft, und plötzlich flackert alles – ein Kurzschluss droht. Jeder dritte Hausbrand in der Weihnachtszeit entsteht durch fehlerhafte Dekoration, warnt die Feuerwehr. Als Redakteur mit über zehn Jahren Erfahrung in Lifestyle-Themen habe ich unzählige Geschichten von verpatzten Feiertagen gehört, und dieser eine Fehler taucht immer wieder auf: Die Überlastung der Stromkreise durch zu viele Lichterketten.
Warum Überlastung der Steckdosen so tückisch ist
Bei mir zu Hause in Berlin, wo die Adventskränze von den Märkten am Alexanderplatz stammen, habe ich einmal eine ganze Etage lahmgelegt. Ich hatte einfach zu viele LED-Lichter an eine alte Steckdose gehängt – ohne nachzudenken. Die Konsequenz? Ein Sicherungskasten, der durchbrennt, und der Weihnachtsbaum, der im Dunkeln steht. Experten vom Verbraucherzentrums warnen: Moderne Haushalte sind oft nicht auf die Last von 500 Watt oder mehr vorbereitet, die eine typische Deko-Installation verursacht.
Der Grund liegt in der Physik: Jede Lichterkette zieht Strom, und wenn die Gesamtlast die Kapazität einer Leitung überschreitet – sagen wir 16 Ampere pro Schuko-Steckdose –, heizt sich alles auf. In der Weihnachtszeit steigt die Brandgefahr um 30 Prozent, laut Statistik des Bundesamts für Bevölkerungsschutz. Ich erinnere mich an einen Fall in München, wo ein Familienfeuer durch geschmolzene Kabel entstand. Solche Vorfälle sind vermeidbar, wenn man die Basics kennt.

Die häufigsten Anzeichen, dass etwas schiefläuft
Bevor es knallt, gibt es Warnsignale. Achten Sie auf flackernde Lichter oder warme Stecker – das sind erste Hinweise auf Überhitzung. In meinem eigenen Apartment habe ich gelernt, dass billige Importketten aus dem Discounter oft minderwertige Kabel haben, die schneller durchglühen. Regionale Marken wie die von Osram oder Paulmann sind hier robuster, aber selbst die brauchen richtige Handhabung.
- Flimmern der Lampen: Zeigt ungleichmäßige Belastung.
- Geruch nach verbranntem Plastik: Sofort ausstecken!
- Steckdosen, die sich erwärmen: Ein klares Stopp-Signal.
- Lange Verlängerungskabel: Sie erhöhen den Widerstand und die Hitzeentwicklung.
Diese Punkte habe ich in Workshops mit Elektrikern in Hamburg besprochen. Viele denken, „es reicht schon“, aber ein Multimeter – für unter 20 Euro bei Obi erhältlich – kann die Last messen und Unsicherheiten klären.
Schritt-für-Schritt: So bauen Sie sicher auf
Beginnen Sie mit einer Inventur. Zählen Sie die Wattzahl jeder Kette und addieren Sie auf. Maximal 80 Prozent der Leistung einer Steckdose nutzen – also bei 16 Ampere und 230 Volt etwa 3.000 Watt insgesamt. Verteilen Sie die Last auf mehrere Kreise: Eine Kette für den Baum, eine für den Balkon, und so weiter. In Skandinavien, wo lange Winternächte die Regel sind, schwören sie auf smarte Steckdosen wie die von TP-Link, die die Last automatisch regeln.
- Prüfen Sie alte Installationen: Lassen Sie von einem Elektriker in Ihrer Stadt, etwa in Köln über den VDE, die Hausverkabelung checken.
- Wählen Sie zertifizierte Produkte: Suchen Sie das GS-Zeichen, das in Deutschland für Sicherheit steht.
- Verwenden Sie keine Verlängerungen in Serie: Besser separate Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz.
- Testen Sie vor dem Aufbau: Stecken Sie alles einzeln ein und beobachten Sie 30 Minuten.
- Integrieren Sie Rauchmelder: Platzieren Sie sie nah am Deko-Bereich, idealerweise Modelle von Hekatron.
Aus meiner Praxis: Letztes Jahr in Frankfurt habe ich mit einem Timer alle Lichter nach Mitternacht ausgeschaltet – spart nicht nur Strom, sondern minimiert Risiken über Nacht. Solche kleinen Anpassungen machen den Unterschied, und Sie schlafen ruhiger.

Beispiele aus dem echten Leben und Tipps von Profis
Nehmen Sie die Geschichte einer Familie in Dresden: Sie hatten den Weihnachtsmarkt-Look nachgeahmt mit Dutzenden Kerzen-LEDs am Dach – bis ein Kabelriss einen Brand auslöste. Die Feuerwehr rät: Hängen Sie nichts über Heizungen, und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien wie Strohsternen von der Handwerkskammer. Ein Profi-Tipp aus meiner Zeit bei einer Magazin-Redaktion: Mischen Sie LEDs mit Incandescent-Lichtern sparsam, da Letztere mehr Wärme erzeugen.
Für den Balkon in städtischen Wohnungen wie in Leipzig empfehle ich wetterfeste Sets von Hama, die IP65-zertifiziert sind. Und denken Sie an die Nachbarn: In Mehrfamilienhäusern teilen Sie oft Kreise, also kooperieren. Ich habe einmal mit dem Hausmeister abgestimmt – es hat Konflikte vermieden.
Langfristig sicher feiern
Am Ende geht es um unbeschwerte Feiertage. Investieren Sie in eine ordentliche Steckdosenleiste mit FI-Schalter, etwa von Brennenstuhl, für unter 50 Euro. So vermeiden Sie nicht nur diesen Fehler, sondern schützen Ihr Zuhause ganzjährig. Nach Jahren des Deko-Aufbaus weiß ich: Sicherheit ist der beste Rahmen für Magie.
Haben Sie schon mal einen Deko-Pannen erlebt? Teilen Sie in den Kommentaren Ihre Tipps – vielleicht hilft es anderen, einen gemütlichen, sicheren Advent zu genießen.









