Wer kennt es nicht? Der Frühling steht vor der Tür, Sie kramen Ihre Gartengeräte hervor – und das Lieblingswerkzeug rostet, klemmt oder ist kaum noch zu retten. Ein unterschätzter Fehler steckt meist dahinter: falsche Lagerung. Darum lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die richtige Aufbewahrung zu werfen. Denn so sichern Sie nicht nur Ihre Investition, sondern sparen Nerven und Geld.
Warum richtige Lagerung mehr als nur Ordnung ist
Vielleicht haben Sie auch schon erlebt, dass ein hochwertiger Spaten nach nur einer Saison kaum noch zu gebrauchen ist. Schuld sind nicht zwingend die Qualität oder das Alter, sondern Wetter, Feuchtigkeit und sogar falsche Reinigung.

Fakt ist: Selbst die besten Geräte setzen Rost an, wenn sie feucht gelagert werden. Wer sie achtlos im Freien oder in einer unbeheizten Garage abstellt, verkürzt ihre Lebensdauer drastisch. Laut Experten führen schon wenige Tage im feuchten Milieu zu ersten Schäden – vor allem bei Metallteilen und Holzgriffen.
Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Geräte ungeputzt wegräumen: Erdreste ziehen Feuchtigkeit an und fördern Rost.
- Lagerung auf kaltem Beton: Kondenswasser lässt Metallteile rosten und Holz quellen.
- Fehlende Belüftung: Geschlossene, luftdichte Kisten ohne Luftzirkulation sind regelrechte Brutstätten für Rost.
- Keine Ölung: Mechanische Geräte wie Scheren oder Rasenmäher brauchen nach der Reinigung einen Hauch Öl.
So machen Sie es besser – praktische Tipps vom Profi
Ich habe in den letzten Jahren vieles ausprobiert, auch einige Fehlgriffe gemacht. Was wirklich funktioniert, ist überraschend simpel:
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Säubern Sie Ihre Werkzeuge nach jedem Gebrauch.
Kurz abspülen genügt, bei Bedarf mit einer Bürste Erdreste entfernen. So verhindern Sie, dass sich Feuchtigkeit hält. -
Trocknen und ölen Sie Metallteile.
Ein Tropfen Pflanzenöl auf der Schneide schützt vor Korrosion. Das schont nicht nur Ihre Werkzeuge, sondern auch Ihren Geldbeutel. -
Hängen Sie Geräte auf.
Regal, Wandhalter oder Haken sorgen für Luftzirkulation und verhindern Staunässe. Am besten in einem (halb-)warmen, gut belüfteten Raum. -
Holzgriffe pflegen.
Reiben Sie diese 1-2 Mal pro Saison mit Leinöl ein – das hält sie geschmeidig und verhindert Risse durch Temperaturschwankungen.
Aufbewahrung: Welcher Platz ist ideal?
Der perfekte Ort ist trocken, frostfrei und gut belüftet. Alte Schuppen oder unbeheizte Garagen sind leider selten optimal, vor allem im deutschen Winter. Ein kleiner Trick: Ein alter Kleiderschrank im Keller oder ein Regal in der Waschküche – Hauptsache trocken. Und wenn nichts anderes geht? Dann wickeln Sie empfindliche Geräte in alte Handtücher oder Zeitungspapier ein, um Feuchtigkeit fernzuhalten.

Wussten Sie schon?
Ein unterschätzter „Lifehack“ unter Experten: Silicagel-Tütchen nicht wegwerfen! Legen Sie sie zu Ihren Werkzeugen in die Aufbewahrungsbox – das bindet Feuchtigkeit und verlängert die Lebensdauer merklich.
Fazit: Investieren Sie 5 Minuten, sparen Sie Jahre
Die Wahrheit ist: Kaum etwas kostet so wenig Zeit wie das richtige Verstauen Ihrer Gartengeräte – und kaum etwas bringt so viel. Wer sich einmal angewöhnt, Werkzeuge sauber, trocken und geölt aufzuhängen, wird viele Jahre Freude daran haben.
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