Wussten Sie, dass die meisten Gartenscheren nicht an Altersschwäche scheitern, sondern durch falsche Pflege den Geist aufgeben? Tatsache: Selbst hochpreisige Modelle haben ohne die richtige Behandlung ein kurzes Leben. Die gute Nachricht: Ein paar Minuten Aufwand reichen, um Ihr Lieblingswerkzeug jahrelang scharf und funktionstüchtig zu halten.
Warum Gartenscheren oft früh sterben
Jede Saison begegne ich im Garten Menschen, die brav ihre Rosen schneiden – aber ihre Schere einfach in die Ecke werfen. Klingen verkleben, Rost frisst sich ein, der Schnitt wird langsam eine Tortur. Hand aufs Herz: Haben Sie Ihre Schere im letzten Monat gepflegt oder gehofft, „das passt schon“?

Der größte Fehler ist tatsächlich die Vernachlässigung nach dem Gebrauch. Pflanzenreste – besonders von harzreichen Sträuchern – wirken wie Kleber. Feuchtigkeit begünstigt Rost. So werden sogar Profi-Scheren binnen Wochen stumpf und schwergängig.
Diese Pflegeschritte verlängern das Scherenleben
Sie möchten Ihre Investition schützen? Dann gehören folgende Routinen dazu – und keine dauert länger als Ihr Morgenkaffee:
- Nach jeder Benutzung reinigen: Wischen Sie Klingen sofort mit einem trockenen Tuch ab. Bei harzigen Rückständen hilft etwas Speiseöl oder Spiritus.
- Trocknen: Lassen Sie die Schere nie nass liegen – auch nicht im Schuppen. Sorgfältig abtrocknen ist Pflicht.
- Regelmäßig ölen: Ein Tropfen Haushalts- oder spezielles Klingenöl verhindert Rost und hält die Mechanik geschmeidig.
- Schrauben kontrollieren: Wackelt oder klemmt‘s? Ziehen Sie die zentrale Schraube regelmäßig nach, aber überdrehen Sie nicht.

Ein kleiner Extra-Tipp aus meinem Alltag: Haben Sie ein altes Handtuch parat, damit Sie nach dem Schneiden direkt am Beet reinigen können. Es spart Zeit und Nerven.
Messerscharf: So schärfen Sie Ihre Schere richtig
Irgendwann hilft selbst die beste Pflege nicht mehr – Ihre Schere schneidet zäh. Jetzt lohnt sich der Griff zum Wetzstein oder einer speziellen Feile. Wichtig: Schleifen Sie niemals wild drauflos! Orientieren Sie sich immer an der bestehenden Fase der Klinge, um den Idealwinkel zu erhalten.
- Kurz unter lauwarmem Wasser abspülen, trocknen
- Mit dem Wetzstein in sanften Zügen der Klingenform folgen
- Nach dem Schärfen: Unbedingt ölen, um neue Roststellen zu verhindern
Wer unsicher ist, findet inzwischen viele gute Videos und Anleitungen – oft bieten auch Baumärkte vor Ort einen Schärfservice an.
Darf die Schere in die Spülmaschine?
Kurz gesagt: Nein. Auch wenn es verlockend schnell geht – die aggressive Reinigung zerstört die Schmierung und macht die Klingen stumpf. Die beste Pflege bleibt Handarbeit.
Fazit: Ihre Schere verdient Aufmerksamkeit
Ein gepflegtes Werkzeug macht Gartenarbeit nicht nur leichter, sondern spart auf Dauer auch Geld. Gönnen Sie Ihrer Schere regelmäßig ein bisschen Zuwendung – Ihr Handgelenk und Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken. Haben Sie vielleicht noch weitere Pflegetipps? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gern in den Kommentaren – ich bin gespannt, was bei Ihnen funktioniert!









