Du denkst, ein Schuss Öl im Abfluss ist harmlos? Ich habe das oft gehört — und dann die Rechnung gesehen. Verstopfte Rohre und Fettberge können Wochenendpläne ruinieren und schnell mehrere hundert Euro kosten.
Jetzt ist es an der Zeit, das zu stoppen. Lies kurz — es kann Dir Zeit, Nerven und Geld sparen.
Warum Öl Rohre stilllegt (und uns die Rechnung präsentiert)
Ich habe festgestellt: Öl verhält sich in Rohren nicht wie Wasser. Sobald es abkühlt, wird es zäh und klebrig.
Fett verbindet sich mit Schmutz und Haaren und bildet Schichten — genau das, was Klempner „Fettberg“ nennen.
In Deutschlands Kanalnetz sorgt das für größere Probleme als nur ein einzelner Abfluss: Zusammengesetzte Fettmassen verstopfen Pumpen und Transportleitungen — teuer zu reparieren und schlecht für die Umwelt.
Was dabei passiert — kurz und knapp
- Heißes Fett fließt zuerst, kühlt im Rohr ab und wird fest.
- Es klebt an Rohrwänden, sammelt Haare und Essensreste.
- Mit der Zeit wächst der Fettberg — oft weit unter dem Blickfeld.

7 Öle, die Du nie in den Abfluss kippen darfst
Viele übersehen Alltagsprodukte. Hier die Liste, die ich in Gesprächen mit Klempnern und beim Testen zuhause bestätigt habe:
- Bratfett und Speisefette (Butter, Schmalz)
- Pflanzenöle (Raps-, Sonnenblumen- und Sojaöl)
- Olivenöl und hochwertige Öle (sie sind teuer — und schlecht für Rohre)
- Frittieröl aus der Fritteuse
- Kokos- und Palmöl (auch wenn fest bei Raumtemperatur)
- Motoröl und Maschinenöl (gefährlicher Sondermüll)
- Haushaltsöle wie Babyöl oder Silikonöle
Mythos entlarvt: Heißes Wasser löst das Problem nicht
Viele sagen: „Gieß heißes Wasser nach, dann löst sich das Fett.“ Ich habe es ausprobiert — kurze Erleichterung, dann das gleiche Problem. Fett verflüssigt sich zwar kurz, aber kühlt weiter unten ab und setzt sich wieder ab.
Übrigens: Chemische Rohrreiniger greifen Dichtungen an und können Rohre beschädigen. Nicht die erste Wahl.
Schnelle Notfall-Schritte bei frischem Fett im Abfluss
Wenn Du gerade erst Öl gekippt hast — atme durch. Du kannst Schaden begrenzen.
- Sofort: Kein heißes Wasser nachgießen — das verteilt das Fett nur.
- Wische mit Küchenpapier so viel wie möglich auf.
- Gib etwas Katzenstreu oder Kaffeesatz in den Ausguss — sie binden Reste.
- Fange das Gemisch in einem Eimer auf und entsorge es über den Restmüll oder im Glasbehälter (siehe Entsorgung unten).
Wie Du Öl richtig entsorgst — Schritt-für-Schritt-Hack
In meiner Praxis mit Klempnern und Hausbesitzern hat sich diese Methode bewährt:

- Abkühlen lassen: Warme Fette zuerst in der Pfanne kurz abkühlen lassen, aber nicht erstarren.
- Umfüllen: Gieße das Fett in ein hitzebeständiges Glas oder Metallbehälter (alte Marmelade- oder Konservengläser).
- Verschließen: Komplett abkühlen lassen, Deckel drauf.
- Entsorgen: Kleine Mengen kommen in den Restmüll (Restmüllregelung variiert; prüfe Deinen Wertstoffhof). Größere Mengen bringst Du zum kommunalen Wertstoffhof oder zur Altölannahme — Tankstellen nehmen oft Motoröl.
Extra-Tipp: Für Bratöl-Sammler lohnt sich ein großes, dichtes Kanisterglas. In vielen deutschen Städten gibt es Sammelstellen — frag bei der Stadtverwaltung oder dem Wertstoffhof nach.
Alternative: Kreative Wiederverwendung (nicht für Motoröl!)
Kleiner Hinweis: Gesammeltes Speiseöl kann in manchen Fällen recycelt werden (Biodiesel) — aber nur über offizielle Rücknahmestellen. In Berlin, München oder Hamburg gibt es Anbieter, die Öl annehmen.
Kurz: Was Du sofort ändern solltest
- Nie mehr Öl direkt in Spüle oder Toilette kippen.
- Kühlschranktaugliche Behälter aufbewahren, um Öl zu sammeln.
- Bei Unsicherheit die lokale Abfallberatung oder den Wertstoffhof fragen.
Ich habe dabei oft erlebt, wie kleine Gewohnheitsänderungen große Rechnungen verhindert haben. Stell Dir vor: kein Klempner am Samstagmorgen, keine Panik, kein teures Notdienst-Honorar.
Und jetzt die Frage an Dich
Hast Du schon mal Öl in den Abfluss geschüttet — und wie hast Du das Problem gelöst? Teile Deine Erfahrung, vielleicht hilft sie jemandem in Deiner Stadt.









