Rostige Astscheren im Frühling sind ein Horror — und kostspielig, wenn die Klinge einmal fest sitzt. Ich habe gesehen, wie ein paar Sprühstöße im Spätherbst Geräte jahrelang retten können. Lies das jetzt, bevor der erste Schneematsch dein Gartenwerkzeug ruiniert.
Warum deine Geräte gerade jetzt Schaden nehmen
Der deutsche Winter bringt Frost, Salz und feuchte Luft — eine perfekte Rost-Mixtur. Viele lagern Schaufeln und Harken ungeputzt in der Ecke.
Ich habe bemerkt: Schon eine dünne Schicht Dreck hält Feuchtigkeit an der Metalloberfläche fest. Das ist, als würdest du den Rost einladen.
Was WD-40 wirklich macht — kurz und ehrlich
WD-40 verdrängt Wasser, löst festsitzenden Schmutz und bildet eine leichte Schutzschicht. Es ist kein schwarzes Maschinenöl, sondern ein Sofort-Helfer, kein dauerhafter Korrosionsschutz.
- Dringt in feste Verbindungen ein (Funktionen: Penetrant).
- Verdrängt Feuchtigkeit — praktisch nach einem nassen Herbsttag.
- Schützt kurzfristig vor Rost, aber ersetzt keine gründliche Pflege oder dauerhaften Schutz.
Metapher, die bleibt
Stell dir WD-40 wie einen Regenschirm für dein Werkzeug vor: schützt vor Tropfen, aber wenn der Sturm monatelang tobt, brauchst du einen stabileren Unterschlupf.

So wendest du es richtig an — Schritt-für-Schritt-Hack
In meiner Praxis klappt dieser Ablauf zuverlässig. Halte alles bereit: Lappen, Drahtbürste, WD-40, Handschuhe, evtl. Schleifpapier.
- Schritt 1: Entferne groben Dreck und Erde mit Bürste oder Tuch.
- Schritt 2: Bei leichtem Rost: mit feinem Schleifpapier oder Drahtbürste bearbeiten.
- Schritt 3: Sprühe WD-40 kurz und gezielt auf Gelenke, Klingenränder und Schrauben.
- Schritt 4: Lass es 5–10 Minuten einwirken, wische überschüssiges Mittel ab.
- Schritt 5: Bewege bewegliche Teile (z. B. Scheren), damit das Mittel sich verteilt.
- Schritt 6: Holzgriffe mit Leinöl oder Wachs behandeln — WD-40 kann Holz dunkel färben.
Tipp: Für scharfe Schneidwerkzeuge danach ein Tropfen Nähmaschinenöl an der Gelenkschraube sorgt für längere Leichtgängigkeit.
Vorsicht: Was du nicht tun solltest
- Nicht flächig auf Schneidkanten sprühen, wenn du danach sofort schneiden willst — das kann rutschig machen.
- Keine dicken Fettschichten als Langzeitschutz verwenden — das zieht Dreck an.
- WD-40 ist brennbar — nicht in der Nähe von offenem Feuer anwenden, Lagerung frostfrei.
Material- und Umweltfragen
Viele übersehen, dass nicht jedes Mittel gleich gut für jedes Material ist. WD-40 wirkt auf Metall super, kann Holz dunkler machen und Kunststoff angreifen — teste an einer unauffälligen Stelle.
By the way: Wenn du längeren Schutz brauchst, frag im lokalen Bauhaus, OBI oder Hornbach nach Rostschutzsprays (z. B. Spezialprodukten, die mehrere Monate halten). Preislich liegt eine Dose WD-40 in Deutschland meist bei rund 4–8 €.

Praktischer Winter-Setup — mein Schnellprogramm (10 Minuten)
- Sortieren: kaputte Teile aussortieren.
- Säubern: grobe Erde abschütteln.
- Behandeln: Gelenke und Metallstellen mit WD-40 einsprühen.
- Aufhängen: Werkzeuge trocken und luftig lagern (Garage oder überdachter Schuppen).
- Kontrolle: Im Februar nochmal nachölen — einfacher Check, große Wirkung.
Und jetzt für das Interessanteste
Viele schwören ausschließlich auf teure Rosthemmer. Ich habe dagegen getestete Kombi-Lösung: WD-40 im Herbst, danach ein dünner Film spezielles Rostschutzmittel für Langzeitschutz. Ergebnis: weniger Ersatzkäufe, weniger ärger im Frühjahr.
Kurz gefragt: Was tun bei starkem Rost?
Wenn die Klinge bereits stark korrodiert ist: raus mit der Drahtbürste, WD-40 zum Lösen, dann Schleifen und Neuversiegeln. Manchmal ist ein Ersatzteil günstiger — rechnest du die Arbeitszeit mit ein?
Zum Schluss: Ein Bild, das bleibt — denk an deine Gartenschere wie an ein Paar Schuhe: gepflegt hält es viel länger.
Welche Methode nutzt du, um deine Gartengeräte durch den Winter zu bringen? Teile deinen besten Trick — ich bin neugierig, was in deiner Schuppen-Garage passiert.









