Die Heizkostenabrechnung hat bei Dir auch für einen kurzen Herzinfarkt gesorgt? Ich habe bemerkt, dass ein simpler Trick viele übersehen: etwas Zeitungspapier hinter dem Heizkörper kann die Rechnung spürbar senken. Warum das jetzt wichtig ist: jeder Euro zählt, und der Winter kommt — schnell umsetzbar, kostet fast nichts.
Warum das so viele übersehen
Viele denken sofort an teure Dämmarbeiten oder neue Thermostate. Dabei liegt oft das Problem an der Wand hinter dem Heizkörper: die Wärme geht dort unnötig nach außen verloren.
- Altbau- und Außenwände in deutschen Mietwohnungen leiten viel Wärme weg — besonders bei kalter Fassade.
- Radiatoren geben Wärme nicht nur in den Raum, sondern auch Richtung Wand ab.
- Ich habe in meiner Erfahrung gesehen, dass kleine Eingriffe oft mehr bringen als man denkt — vor allem wenn sie systematisch gemacht werden.
Wie es genau wirkt (ohne Physik-Studium)
Stell Dir die Wand wie ein offenes Fenster vor: je dünner die Barriere, desto mehr Wärme fließt. Zeitungspapier wirkt wie eine dünne Decke und reduziert zwei Dinge:
- es schafft eine isolierende Luftschicht zwischen Heizkörper und kalter Wand,
- es verhindert, dass Wärme direkt in den Putz abgestrahlt wird.
Ein Bild: das Papier ist kein Goldesel, sondern eher die kleine Decke, die verhindert, dass Du nachts auskühlst — nicht die zentrale Heizungserneuerung.

So machst Du es richtig — Schritt für Schritt
In meiner Praxis haben einfache, saubere Schritte die beste Wirkung. Probier das so:
- Sammle Zeitungspapier (keine Hochglanzprospekte mit viel Farbe).
- Schneide das Papier auf die Höhe des Heizkörpers zu.
- Lege 4–6 Lagen Zeitung hinter den Heizkörper — nicht zu fest drücken, lass eine kleine Luftschicht.
- Befestige das Papier mit Malerband oder kleinen Nägeln an der Wand; bei Plattenheizkörpern kannst Du Magnete verwenden.
- Alternative für stärkere Wirkung: Aluminiumfolie oder Isolierfolie (z. B. Reflectix) mit glänzender Seite zum Raum hin anbringen — das findest Du bei OBI oder Hornbach.
Kleiner Praxistipp: Miss die Wandtemperatur vorher mit der Hand oder einem Infrarot-Thermometer (gibt’s günstig bei MediaMarkt). Nach einer Woche fühlst Du den Unterschied — die Wand hinter dem Heizkörper ist wärmer.
Materialliste (lokal in Deutschland)
- Alte Zeitung (kostenlos vom Kiosk oder aus dem Briefkasten)
- Malerband (bei Bau- und Drogeriemärkten wie OBI, Hornbach, Bauhaus oder DM)
- Reflexionsfolie (optional) — im Baumarkt oder online
- Infrarot-Thermometer (optional) — bei MediaMarkt oder Saturn
Was Du vermeiden musst (wichtig!)
Nicht bei feuchten Wänden! Zeitung saugt Feuchtigkeit — das kann Schimmel begünstigen. Vorher die Wand kontrollieren.
- Keine Zeitung direkt unter offenem Feuer; Heizkörper sind meist nicht heiß genug, um Zeitung zu entzünden, trotzdem Abstand halten.
- Bei elektronischen Konvektoren oder Design-Heizkörpern die Montageanleitung prüfen — manche Konstruktionen brauchen freie Luftzirkulation.
- Farbige Hochglanzseiten können bei Hitze abfärben — lieber klassische Zeitung.

Was Du realistisch erwarten kannst
Erwarte nicht, dass die Gasrechnung halbiert wird. In meiner Praxis und bei Bekannten brachte diese Methode meist eine fühlbare Verbesserung des Raumkomforts und eine kleine Reduktion der Heizkosten — oft reicht das, um Heizphasen zu verkürzen oder die Thermostate ein paar Grad herunterzudrehen.
- Mehr Komfort: weniger kalte Wände und ähnliche Zuggefühle.
- Kosteneffekt: kleine Einsparungen, die sich über den Winter summieren.
- Besser mit Reflektionsfolie kombiniert — das ist das „Upgrade“.
Und jetzt das Beste
Du brauchst keine Handwerker, keine Genehmigung vom Vermieter (in der Regel) und kein großes Budget. In 20 Minuten ist die Bastelarbeit erledigt — und Du hast etwas getan statt zu warten.
By the way: Wenn Du wenig Platz hast, funktionieren schmale Streifen hinter dem Heizkörper genauso — Hauptsache, die Luftschicht bleibt.
Wie sieht’s bei Dir aus — hast Du diesen Trick schon ausprobiert oder möchtest Du Fotos von Deinem DIY-Panel zeigen? Schreib’s in die Kommentare.









