Juckende Augen und nächtliches Niesen? Staubmilben sind oft der unsichtbare Grund. Ich habe den Trick getestet, den manche Hotels nutzen, um Matratzen frisch zu halten — und ja, er hilft, aber nicht so, wie du denkst.
Wenn du jetzt sofort etwas tun willst, bleib dran: Ich zeige dir die richtige Anwendung, was Backpulver kann und was nicht — plus konkrete Tipps, die in deutschen Haushalten wirklich funktionieren.
Warum Staubmilben dich nachts ärgern
Staubmilben ernähren sich von Hautschüppchen und lieben warme, feuchte Betten. In Deutschlands feuchteren Regionen wie Norddeutschland oder in schlecht gelüfteten Altbauwohnungen vermehren sie sich besonders gut.
Das Resultat: Allergische Reaktionen, schlechter Schlaf und das Gefühl, nie ganz sauber zu liegen.
Was Hotels oft anders machen
Ich habe in Hotels beobachtet, dass Housekeeping auf mehrere einfache Maßnahmen setzt — nicht nur ein Mittelchen. Hotels kombinieren Geruchsneutralisation, Hitze und Schutzbezüge.
- Professionelle Reinigungspläne mit Dampfreiniger oder hoher Temperatur
- Matratzenbezüge, die Milben abhalten
- Natron/Backpulver zum Auffrischen der Oberfläche
Wichtig: Backpulver ist kein Insektizid — es macht die Matratze nicht keimfrei, aber es hilft, Gerüche zu binden und Feuchtigkeit zu reduzieren.

Der Hoteltrick, erklärt (und was du wirklich erwarten kannst)
In meiner Praxis als Testerin habe ich Natron (bei uns als „Natron“ oder manchmal als „Backsoda“ erhältlich) benutzt, nicht das klassische Backpulver mit Treibmittel. Das macht einen Unterschied.
- Natron neutralisiert Gerüche und saugt leichte Feuchtigkeit auf.
- Durch das Trockenlegen der Oberfläche wird das Milbenmilieu weniger einladend.
- Wenn du danach gründlich saugst, entfernst du einen Teil von Hautschuppen und losen Milben.
So machst du es richtig — Schritt für Schritt
Teste das so, wie ich es gemacht habe: simpel, günstig, in jedem DM oder Rossmann erhältlich (Preis meist unter 3 €).
- 1) Matratze frei legen: Bettzeug entfernen und die Matratze absaugen (kurz, aber gründlich).
- 2) Natron dünn aufstreuen: Eine Lage von etwa 1–2 mm — nicht zu viel, sonst saugt dein Staubsauger nichts auf.
- 3) Einwirken lassen: Mindestens 1 Stunde; besser 4 Stunden oder über Nacht. Bei Sonnenschein raus auf den Balkon oder die Terrasse — UV + Wärme helfen zusätzlich.
- 4) Gründlich absaugen: Am besten mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter. In Deutschland haben viele Haushalte nur Standardgeräte — wenn möglich bei Verwandten oder im Baumarkt mitbringen.
- 5) Optional: Matratzenbezug (Encasement) darüber ziehen — das reduziert erneute Belastung.
Mein Tipp: Statt klassischem Backpulver greife zu Natron (sucht in Deutschland nach „Natron 500 g“) — es ist effektiver bei Geruchsbindung.
Warum Sonne und Hitze helfen
Sonnenlicht tötet Milben nicht sofort, aber Wärme und trockene Luft reduzieren ihre Zahl deutlich. In Deutschland nutze ich oft einen warmen, trockenen Sonntag im Sommer, um Matratzen zu lüften.
Was Backpulver/Natron nicht kann — und wann du einen Profi brauchst
Sei ehrlich zu dir: Das Streuen von Natron ist ein Auffrischungs-Trick, kein Allheilmittel gegen Allergien.
- Es tötet Milben nicht zuverlässig ab.
- Bei starker Allergie oder sichtbarer Verschmutzung hilft nur professionelle Tiefenreinigung oder Austausch der Matratze.
- Bei Hitzewäsche der Bettwäsche: mindestens 60 °C, das vertragen nicht alle Materialien.
Wenn du starke Reaktionen hast, geh zum Hautarzt oder Allergologen — das ist keine DIY-Frage.

Extras für Deutschland — wo du was bekommst
Natron findest du günstig in Drogerien wie DM oder Rossmann, in Supermärkten wie Edeka oder Kaufland sowie online. Ein 500 g-Beutel kostet meist 1–3 €.
- HEPA-Staubsauger: ausleihen oder beim Baumarkt schauen (in größeren Städten wie Berlin, Hamburg oft Verleih möglich).
- Matratzenbezüge: Apotheke, Möbelhäuser oder Amazon.de — Achte auf „allergy proof“ bzw. „milbensicher“.
- Bei Schimmel oder extremer Feuchtigkeit: einen Luftentfeuchter nutzen (Miet-Modelle verfügbar).
Vergiss nicht: deutsches Wetter wechselt. Nach feuchten Wintern ist Lüften im Frühjahr besonders wichtig.
Und jetzt für das letzte, wichtige Detail
Ich habe das Ganze über mehrere Wochen getestet: Die Luft fühlte sich frischer an, meine Niesattacken wurden seltener — aber nur kombiniert mit Waschen der Bettwäsche, trockener Lagerung und einem Bezug.
Der Trick ist also kein Zauber, sondern Teil einer Routine.
Fazit: Natron ist günstig, einfach und hilft gegen Geruch und Feuchtigkeit auf der Matratze — in Kombination mit regelmäßiger Reinigung, Wäsche bei 60 °C und einem Encasing kommst du Milben spürbar bei.
Was ist deine Erfahrung? Hast du Natron schon probiert — oder schwörst du auf einen anderen Hausmittel-Trick? Schreib es in die Kommentare.









