Streifen und Kalkränder nach jedem Regen bringen dich zur Verzweiflung? Ich habe festgestellt, dass teure Glasreiniger oft nur Oberfläche polieren — die Flecken bleiben. Ein simpler Sprühnebel aus Salzwasser kann genau dort ansetzen, wo herkömmliche Mittel versagen. Lies weiter, wenn du dieses Wochenende echte Ergebnisse willst.
Warum normale Reiniger oft versagen
Viele kaufen das nächste Glasputzmittel, ohne das Grundproblem zu beachten: In Deutschland ist die Wasserhärte regional stark unterschiedlich, und Kalk (Mineralablagerungen) legt sich wie eine matte Schicht aufs Glas.
Seifenreste, Luftverschmutzung und hartes Leitungswasser verschmelzen zu Krusten, die ein normales Tuch nur verschmiert.
Was Salzwasser anders macht
- Salz löst Mineralfilme ein bisschen auf und reduziert die Oberflächenspannung — so zieht das Wasser in die Ablagerung und macht sie weicher.
- Bei frischen Flecken beschleunigt Salzwasser das Ablösen; bei alten Krusten erleichtert es mechanisches Entfernen.
- Es ist günstig: Ein Glas Speisesalz kostet in Deutschland oft unter 1 € und ist in Lidl, Aldi oder REWE erhältlich.

So mischst du die perfekte Sprühflasche
In meiner Praxis hat sich eine milde Lösung bewährt — effektiv, aber schonend:
- Rezept (Allround): 500 ml warmes Leitungswasser + 1 Teelöffel (ca. 5 g) Salz.
- Für hartnäckige Kalkflecken: 500 ml warmes Wasser + 1 Teelöffel Salz + 1 EL weißer Haushaltsessig (vorsichtig bei Metallrahmen).
- Gut umrühren, bis das Salz vollständig gelöst ist. In eine saubere Sprühflasche füllen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Test zuerst an einer unauffälligen Stelle (Fensterrahmen innen).
- Sprühe die Lösung dünn auf die Flecken — nicht triefend, ein leichter Nebel reicht.
- 1–2 Minuten einwirken lassen. Bei älteren Ablagerungen leicht mit einem Mikrofasertuch reiben.
- Mit klarem Wasser nachspülen, dann mit Gummiabzieher oder trockenem Mikrofasertuch abziehen.
- Fensterrahmen und Fensterbank abwischen — so vermeidest du neue Ablagerungen.
Dos and Don’ts (kurz und praktisch)
- Do: Immer mit Mikrofasertuch oder Gummiabzieher arbeiten — das verhindert Streifen.
- Do: Bei Aluminium- oder empfindlichen Lackrahmen Essiglösung meiden — Salz+Säure kann korrodieren.
- Don’t: Keine groben Scheuermittel benutzen — Salz allein wirkt leicht abrasiv, du willst kein Glas kratzen.
- Don’t: Nicht direkt auf Pflanzen sprühen — Salz kann ihnen schaden, also Fensterbank abdecken.
Warum das in Deutschland besonders sinnvoll ist
Ob du in Bayern mit sehr hartem Wasser oder an der Nordsee mit salziger Luft wohnst: Kalkflecken nerven überall. In Städten wie München, Stuttgart oder Berlin sind Kalkränder nach Sommergewittern besonders sichtbar.
Der Trick kostet praktisch nichts, ist schnell gemacht und klappt mit Zutaten aus dem DM, dem Supermarkt oder sogar der Küche.

Aber es gibt Grenzen
Salzwasser ersetzt nicht professionelle Entkalkung bei sehr alten, tief sitzenden Ablagerungen. Bei Doppelverglasung oder speziellen Beschichtungen lieber Herstellerhinweise prüfen.
Übrigens: Ich habe Fenster, die seit Jahren leicht getrübt wirkten, mit dieser Methode sichtbar verbessert — keine Zauberei, nur Physik und ein bisschen Geduld.
Kurzer Plan für dein Wochenende
- Tag 1: Außenfenster – Salzwassernebel, 2 Minuten einwirken, abziehen.
- Tag 2: Innenfenster – gleiche Methode, Rahmen und Dichtungen prüfen.
- Tag 3: Bei Bedarf Essig-Mischung punktuell einsetzen (nur wenn keine Metallteile betroffen sind).
Tipp: Wenn du regelmäßig nach dem Putzen mit klarem Wasser nachspülst und trockenziehst, bleiben die Fenster länger sauber — wie eine Imprägnierung gegen neue Flecken.
Hast du diese Methode schon ausprobiert oder eine eigene Hausmittel-Formel? Teile deine Erfahrung — welche Mischung hat bei dir am besten funktioniert?









