Deine Mehltüte ist voller Mottenkörnchen? Du bist nicht allein — in deutschen Küchen gehen Vorratsschädlinge gerade im Sommer auf Raubzug. Ich habe bemerkt, dass ein kleiner Lorbeerblatt-Trick seit Generationen hilft, neue Befälle zu verhindern.
Warum Du das jetzt lesen solltest: Wenn Du die richtigen Schritte heute machst, sparst Du Geld, vermeidest Küchenchaos und musst nicht alles wegwerfen. In meiner Praxis haben einfache Hausmittel oft mehr gebracht als teure Sprays.
Warum Lorbeerblätter früher funktioniert haben — und heute noch Sinn machen
Viele übersehen, dass Lorbeer (Laurus nobilis) ein stark riechendes Öl enthält. Dieses Aroma stört Geruchssinn und Orientierung von Mehlmotten und Kornkäfern.
Das ist kein Wundermittel gegen einen großen Befall, aber als Abschreckung in Kombination mit Sauberkeit sehr wirkungsvoll. In deutschen Haushalten, wo Platz begrenzt ist und man oft lose Packungen im Schrank lagert, ist das ein praktischer Zusatzschutz.
Wie es wirkt — kurz und anschaulich
Stell es Dir wie einen Duft-Zaun vor: Die Insekten riechen das Lorbeerblatt, bleiben weg oder verpaaren sich seltener in Deiner Mehltüte. Das reduziert neue Larven und Eier, die sonst später die Tüte ruinieren.

Was Lorbeerblätter nicht tun (Wichtig zu wissen)
- Sie töten keine bereits vorhandenen Larven oder Eier.
- Sie ersetzen keine gründliche Reinigung oder luftdichte Behälter.
- Bei starkem Befall musst Du trotzdem befallene Ware entsorgen oder tiefgefrieren.
So machst Du es richtig — Schritt für Schritt
- Sortieren: Alle offenen Packungen prüfen. Sichtbare Motten, Kokons oder Krümel sofort entsorgen.
- Reinigen: Regale aussaugen und mit Essigwasser auswischen. Staub und Mehlreste sind Brutstätten.
- Einlagern: Mehl, Reis und Hülsenfrüchte in luftdichte Dosen (bei Aldi, Rewe oder Bauhaus um 3–10 €) füllen.
- Lorbeer platzieren: Je 1–2 getrocknete Lorbeerblätter (im Supermarkt oder DM, ~1–3 €) in jede Dose legen — nicht zerbröseln.
- Kontrolle: Alle 4–6 Wochen den Duft prüfen und bei Bedarf austauschen.
By the way, frische Lorbeerblätter geben weniger lang Duft ab als getrocknete — also lieber die getrocknete Variante aus dem Gewürzregal.
Tipps aus der Praxis — was ich in deutschen Haushalten beobachtet habe
- Viele nutzen Einmachgläser ohne Dichtung — das reicht nicht. Investiere in richtig schließende Dosen.
- Packe ein Lorbeerblatt in jede offene Mehltüte, wenn Du noch keine Dosen hast.
- Wenn Du Kräuter im Garten hast: Ein frisches Blatt zwischendurch ersetzt das getrocknete für wenige Tage.
- Für Vorräte, die selten benutzt werden (z. B. Weihnachtsmehl), hilft zusätzlich das Einfrieren für 48 Stunden.
- Prüfe das Etikett: Laurus nobilis ist das gesuchte, nicht Kirschlorbeer (giftig!).
Ein kleines Experiment, das Du heute starten kannst
Ich habe in meiner Küche zwei identische Mehlportionen getestet: eine in einer offenen Tüte, eine im Glas mit Lorbeerblatt. Nach sechs Wochen war die offene Tüte leicht befallen, das Glas blieb sauber.

Probier das gleiche in Deinem Vorrat: So siehst Du schnell, ob der Dufttrick für Dich funktioniert — ohne Risiko und ohne teure Fallen.
Und was ist mit Kinder, Haustieren und Geschmack?
Lorbeerblätter sind in normalen Mengen unbedenklich. Wenn Du kleine Kinder oder Nagetiere hast, achte darauf, dass die Behälter wirklich verschlossen sind. Geschmacklich verändert ein ganzes Blatt Mehl nicht — es ist also safe.
Aber es gibt eine Nuance: Wenn Du sehr empfindlich riechst, kann der Lorbeerduft in kleinen Küchen als unangenehm empfunden werden. Teste eine Dose zuerst.
Zum Schluss: Dieser Trick ist kein Allheilmittel, aber ein kostengünstiger Baustein im Vorratsschutz. Probier ihn kombiniert mit Sauberkeit und luftdichten Dosen — besonders jetzt, wenn die Temperatur steigt und die Schädlinge aktiver werden.
Was hast Du für Vorratsprobleme erlebt — und würdest Du Lorbeerblätter ausprobieren? Schreib mir Deine Erfahrungen.









