Schon als Kind habe ich meiner Oma beim Einmachen zugesehen: ein Topf, ein altes Glas, eine ruhige Hand. Der Trick, Petersilie in Öl haltbar zu machen, kommt aus genau so einer Kiste — simpel, praktisch und überraschend wirksam. Wenn Sie einmal aufhören, perfekte Instagram‑Fotos zu jagen, und stattdessen auf Funktion setzen, werden Sie diesen Vorrat lieben.
Warum das funktioniert (und was Sie vermeiden müssen)
Petersilie enthält viel Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, die hitzeempfindlich sind. Roh einfach zu frieren führt oft zu matschigen Kräutern und Farbverlust. Werden die Blätter kurz blanchiert, dann in Öl gebunden und schnell eingefroren, bleiben Aroma, Farbe und Nährstoffe deutlich besser erhalten. Wichtig: Öl schafft eine luftdichte Umgebung — das schützt vor Gefrierbrand, ersetzt aber keine Kühlung. Lagern Sie die Gläser oder Würfel im Gefrierfach, nicht bei Zimmertemperatur, um Botulismus‑Risiken zu vermeiden.

Zutaten und Utensilien
- Frische Petersilie (glatt oder kraus) — am besten vom Wochenmarkt oder aus dem eigenen Beet
- Gutes Öl: natives Olivenöl oder Sonnenblumenöl
- Eine Prise Salz, optional etwas Zitronenschale oder Knoblauch
- Eiswürfelform, kleine Einmachgläser oder Eisportionierer
- Topf, Schüssel mit Eiswasser, Mixer oder Küchenmaschine
Schritt‑für‑Schritt: So mache ich das
Keine Magie, nur Timing. Ich erkläre die Methode, die meine Oma benutzt hat — mit modernen Abkürzungen.
- Waschen Sie die Petersilie gründlich und trocknen Sie sie halbwegs ab.
- Blanchieren: 10–15 Sekunden in kochendes Wasser, dann sofort in Eiswasser. Das erhält die Farbe.
- Abtropfen lassen und grob ausdrücken. Zu nass darf es nicht sein.
- In den Mixer: Petersilie mit Salz, optional Zitronenschale oder eine kleine Knoblauchzehe. Kurz mixen.
- Öl dazugeben, bis eine streichfähige Paste entsteht (Verhältnis grob 1 Teil Petersilie zu 2–3 Teilen Öl nach Volumen).
- In Eiswürfelformen füllen oder kleine Gläser portionieren. Oberfläche mit einer dünnen Ölschicht abschließen.
- Gefrieren. Nach dem Durchfrieren in einen Gefrierbeutel umfüllen, beschriften mit Datum.
Lagerung, Haltbarkeit, Verwendung
Im Gefrierfach sind die Würfel 6–12 Monate praktisch einsetzbar. Ein Würfel (ca. 10–15 g) reicht für eine Portion Pasta, eine Suppe oder ein Kartoffelgericht. Die Paste lässt sich direkt in der Pfanne schmelzen — kein Auftauen nötig.
Wenn Sie Gläser verwenden: vor der Nutzung immer im Kühlschrank auftauen und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Niemals bei Raumtemperatur lange stehen lassen.

Tipps aus Omas Kiste — damit es wirklich klappt
- Ernten Sie Petersilie am Morgen: dann ist das Aroma am intensivsten.
- Ruhig etwas Zitronenschale zugeben — die hält die Farbe und gibt Frische.
- Verwenden Sie saubere, trockene Formen und sterilisieren Sie Gläser kurz, wenn Sie welche nutzen.
- Wenn Sie Butter mögen: Statt Öl 50/50 Butter und Öl mischen — ergibt Kräuterbutterwürfel für Braten und Brot.
Ein kleiner „Wow“-Fakt
Blanchieren reduziert zunächst einige Hitzeempfindliche Stoffe, sorgt aber dafür, dass beim anschließenden Einfrieren das Aroma besser erhalten bleibt — das Ergebnis schmeckt oft frischer als frische, nicht behandelte Petersilie nach zwei Wochen im Kühlschrank.
Probieren Sie es an einem Wochenende aus. Es kostet kaum Zeit, aber Sie werden den Gefrierfachvorrat ständig nutzen — für Suppen, Salatdressings, Quark oder Ofengemüse. Wenn Sie mögen, schreiben Sie in die Kommentare, welche Kombinationen Sie ausprobiert haben oder in welchem Kiez Sie Ihre Petersilie kaufen. Teilen Sie den Trick — gute Vorräte sind wie gute Geschichten, die man weitergibt.









