Spiegel sind mehr als Deko — sie sind kleine Lichtmaschinen und Energieverstärker. In vielen meiner Beratungen habe ich gesehen, wie ein geschickt platzierter Spiegel einen schummrigen Flur in eine helle Passage verwandelt. Feng Shui liefert dafür überraschend praktische Regeln, keine esoterische Checkliste.
Warum Spiegel Räume heller machen
Spiegel reflektieren natürliches und künstliches Licht und verteilen es dort, wo es fehlt. In Altbau-Wohnungen mit tiefen Fensterbrüstungen reicht oft ein großer Spiegel gegenüber dem Fenster, um das Licht tiefer in den Raum zu lenken.
Praktischer Nebeneffekt: Spiegel schaffen Tiefe. Eine kleine Küche wirkt sofort großzügiger, wenn eine Glasfläche oder eine Spiegelwand strategisch eingesetzt wird.
Grundregeln nach Feng Shui — kurz und handfest
- Keine kaputten oder rissigen Spiegel — sie symbolisieren gestörte Energie.
- Spiegel sollten Licht verstärken, nicht Chaos reflektieren. Vermeiden Sie Spiegel gegenüber Unordnung oder Mülltonnenblicken.
- Kein Spiegel direkt gegenüber dem Bett — er kann Schlaf stören und symbolisch Energie „zurückwerfen“.
- Spiegel nicht so platzieren, dass sie die Eingangstür direkt reflektieren; sonst „fängt“ der Spiegel Chancen weg.
- Runde oder ovale Spiegel fördern Harmonie; rechteckige geben Klarheit und Richtung — wählen Sie nach Raumfunktion.

Konkrete Platzierungsideen — testen, nicht theorieren
Probieren Sie das: Hängen Sie einen großen Spiegel schräg gegenüber einem Fenster, so dass er Licht in eine dunkle Ecke wirft. Sie werden sehen, wie schnell sich Helligkeit und Stimmung verändern.
Weitere Optionen:
- Flur: schmale Spiegelserie statt eines großen — wirkt moderner und bricht Licht in mehrere Richtungen.
- Wohnzimmer: großer Spiegel über dem Sofa spannt den Raum optisch und verstärkt Tageslicht.
- Küche: spiegelnde Rückwand hinter dem Herd reflektiert Arbeitslicht und vergrößert die Fläche.
- Schlafzimmer: kleiner Spiegel am Schminktisch, nicht direkt auf das Bett gerichtet.
Material- und Formtipps — was Sie kaufen sollten
Ein Holzrahmen bringt Wärme, Metallrahmen modernisieren. Vintage-Spiegel vom Flohmarkt (z. B. Berliner Krempelmarkt) geben Charakter, aber prüfen Sie die Versilberung.
Glasfronten von IKEA oder Höffner sind günstig und praktisch; für besondere Wirkung lohnt sich ein maßgefertigter Spiegel vom lokalen Tischler.
Pflege und kleine Kniffe
Reinigen mit Essigwasser und einem Mikrofaser-Tuch — das verhindert Schlieren und erhält die Versiegelung. Achten Sie darauf, dass keine direkte Hitze (z. B. vom Ofen) auf den Rahmen trifft.

Kleiner Trick: Beleuchten Sie den Spiegel von unten mit warmweißen LEDs — das schafft eine weiche, abends angenehme Reflexion ohne zu blenden.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Fehler: Spiegel gegenüber der Haustür — wirkt wie eine Abweisung von Energie. Lösung: seitlich versetzen oder mit Pflanzen brechen.
- Fehler: zu kleine Spiegel in großen Räumen. Lösung: eher wenige, aber größere Flächen wählen.
- Fehler: Spiegel, die Chaos reflektieren. Lösung: Raum vorher entrümpeln — bessere Reflexion, bessere Laune.
Ein kleiner „Wow“-Effekt: Ein richtig platzierter Spiegel kann die Wahrnehmung eines Raumes so verändern, dass Sie tatsächlich seltener weiteres Licht einschalten. Das spart Energie und wirkt sofort wohnlicher.
Mein Fazit — praktisch und nicht dogmatisch
Ich habe keine magische Patentlösung, aber viel Praxis: Spiegel sind einfache, günstige Werkzeuge für mehr Helligkeit und bessere Raumwirkung. Beginnen Sie mit einem Testspiegel, ändern Sie Blickwinkel und Rahmen — und behalten Sie, was funktioniert.
Haben Sie einen Lieblingsplatz für Spiegel oder eine Frage zur Platzierung in Ihrem Altbau oder Neubau? Schreiben Sie einen Kommentar — ich teile gern konkrete Vorschläge für Ihre Wohnung.









